Förderkonzepte

Förderkonzept der
Grundschule Burbach
2006, September

Aus den verbindlichen Anforderungen, gestellt durch Lehrpläne und Richtlinien, resultiert nach entsprechender Leistungsbewertung der Förderauftrag der Schule:

Verbindliche Anforderungen



Leistungsbewertung

Förderauftrag

Die verbindlichen Anforderungen sind festgelegt und nicht diskutabel. Im Bereich Leistungsbewertung jedoch ist Definitions- und Diskussionsbedarf in der Grundschule Burbach ist die Lehrerkonferenz zu folgenden Einsichten gelangt, die in einer der nächsten Sitzungen der Schulkonferenz vorgelegt werden sollen:

Die Leistungsbewertung stand immer in der Gefahr nur defizitorientiert zu sein. Wie viel  Prozent der Kinder beherrschen dieses oder jenes Verfahren noch nicht, wie viel Prozent haben diese oder jene Kenntnisse noch nicht erworben. Die Fördergruppen wurden in der Regel aus den Kindern gebildet, die bestimmte Ziele noch nicht erreicht hatten. Auch bei den Eltern hat sich die Meinung manifestiert: Zum Förderunterricht kommen nur die Schwachen. Dass das schon im 1983-Lehrplan anders gedacht war, sei nur nebenbei erwähnt.

Im Rahmen der Defizitorientierung fand Förderung und Weiterbildung der Lehrkräfte auch an unserer Schule statt:

1. Das Kollegium hat sich im Bereich Mathematik intensiv mit Fehleranalyse befasst. Zusammenfassende Erkenntnis: 95 % der Fehler sind systematische Fehler, Fehler also, die Kinder immer wieder machen. Treten diese Fehlertypen bei vielen Kindern auf, spricht man von typischen Fehlern. Neben diesen typischen Fehlern gibt es individuelle Fehler, Fehlertypen, die von nur einem Kind gemacht werden. Bsp.: Kind 1 hat sich die Aufgaben 8 x 7 = 56 und 4 x 6 = 24 nicht richtig eingeprägt und verwechselt sie. Für das Kind gilt 8 x 7 = 54 und 4 x 6 = 26. daraus resultiert in späteren Zeiten, dass bei schriftlicher Multiplikation/Division von dreistelligen Zahlen, in denen eine der Kombinationen 8/7 oder 4/6 vorkommen, notwendigerweise falsch gerechnet wird. Ursache für diesen Fehler ist nicht die Nichtbeherrschung des Algorithmus der schriftlichen Multiplikation sondern die falsch eingeprägten 1 x 1-Aufgaben 8 x 7 und 4 x 6

734 x 862 = .72
                     …

Literatur: Radatz, Lörcher, Keßler, Lorenz u.v.a.m.

Fazit: An unserer Schule sollte niemand mehr nur ein „f“ hinter eine falsche Aufgabe machen, jeder ist verpflichtet, Fehleranalyse zu betreiben.


Teilmotto: Fehler erkennen – vermeiden – beheben

Dieses Thema hat nahezu 1 Jahr im Mittelpunkt der Arbeit der Lehrerkonferenz gestanden.

2. Im Bereich Sprache hat sich die Lehrerkonferenz mit dem Thema Lese-Rechtschreibschwäche befasst und Förderprogramme entwickelt, bzw. übernommen. Des weiteren wurde eine Ganztagsveranstaltung zum Thema zusammen mit der Diesterwegschule Siegen durchgeführt. Ziel auch hier, sensibilisiert zu werden für Schülerfehler und Schülerleistungen, verbunden mit Anregungen zur Kreativitäts- und Phantasienutzung von und mit Kindern im freien Schreiben.

3. Seit Frühjahr 2006 befasst sich das Kollegium unter Anleitung zweier Moderatorinnen der Bezirksregierung (Frau Kretzer und Frau Schmidt) mit dem Bereich „Förderdiagnostik“ unter besonderer Berücksichtigung „Eruieren des Wissens- Kenntnis- und Fertigkeitsstandards“ bei Schulanfängern. Dazu wurde das Aufnahmeverfahren vollständig geändert.

BisherJetzt
1. Eltern melden ihre Kinder in der Schule an, der Schulleiter oder/und sein Stellvertreter verschaffen sich einen ersten Überblick über Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten des Kindes und überprüfen die Sprachfähigkeit.

2. Bei Auffälligkeiten testet die Beratungslehrerin das Kind auf Schulfähigkeit.

3. Amtsärztliche Untersuchung des Kindes

4. Entscheidung des Schulleiters nach Gespräch mit den Eltern

5. Schulamt...
1. Eltern melden im Oktober des Jahres vor der Einschulung ihr Kind in der Schule an. Das Kind erscheint zu diesem Termin nicht. Sollten Auffälligkeiten oder/und Behinderungen vorliegen, informieren die Eltern oder der Kindergarten die Schulleitung, so dass eventuell frühzeitig ein Verfahren auf Feststellung des pädagogischen Förderbedarfs eingeleitet werden kann.

2. Anfang Januar absolvieren die Kinder in Gruppen einen Einschulungsparcours, in dem folgende Bereiche getestet werden:

2.1 Grobmotorik

2.2 Feinmotorik

2.3 Mathematische Grundfertigkeiten und Kenntnisse

2.4 Sprachliche Fähigkeiten

2.5 Wahrnehmung

2.6 Soziale Kompetenz

Dieser Parcours wird in Zusammenarbeit zwischen Schule und Kindergarten durchgeführt, die Ergebnisse und Fördermöglichkeiten werden Eltern und Kindergartenpersonal übermittelt, so dass in der bis zur Einschulung zur Verfügung stehenden Zeit eine weitere Förderung oder eventuell notwendige ärztliche Besuche durchgeführt werden können.

3. Amtsärztliche Untersuchung wie bisher

4. Entscheidung der Schulleitung über Aufnahme/vorzeitige Aufnahme oder Antrag auf sonderpäd. Förderbedarf, Überprüfung auf Verbleib im Kindergarten für ein weiteres Jahr

5. Die Ergebnisse des „Einschulungstests“ werden den künftigen Klassenlehrerinnen zur Verfügung gestellt. Sie können Defizite und Stärken aus den Tabellen entnehmen und Fördergruppen bzw. individuelle Förderung planen.


Anmerkung: Das Kollegium ist gerade dabei, für bestimmte Defizite entsprechende Fördermaßnahmen aufzulisten:


1. Mathe                        1. Rechenstörungen im Anfangsunterricht,

                                         Schulamt Unna, Forthaus u.a.

                                     2. Förder/Diagnose Mathe, Schrödel Verlag 2006

                                         Lorenz und Kaufmann

                                     3. Grissemann und Weber „Spezielle Rechen-

                                         störungen, Ursachen und Therapie“

                                     4. Ganser, „Rechenstörungen – Diagnose,

                                         Förderung und Materialien“



2. Sprachdefizite           

                                    1. Verpflichtung Sprachkurs zu besuchen: 200 Std.

                                         vor Schulanfang

                                    2. Lit: Freitag u.a.: Diagnosebox Deutsch,

                                        Schroedel 2006 Klassen 1-4



3. Körperliche Defizite (so weit sie in der Regelschule behoben werden können):

                                    1. Sportförderunterricht

                                    2. „Sport für Dicke“

                                    3. Kurse zur Förderung von Grob- und Feinmotorik

                                    4. Musiktherapie (Sopzialpädagogin)



4. Defizite im Wahrnehmungsbereich  (s. besonderer Bericht der Sozialpädagogin)



5. Organisatorische Maßnahmen:

In der Regel verbleiben die Kinder im Klassenverband. In der
Schuleingangsphase besteht die Möglichkeit, individuelle Difizite im
Lernstudio aufzuarbeiten. Der Verbleib im Lernstudio ist zeitlich
begrenzt.

Die defizitorientierte Leistungsfeststellung ist notwendige Voraussetzung für die Förderung von Individuen oder Gruppen. Nach Erkenntnis der Lehrerkonferenz reicht sie jedoch nicht aus:


1. Leistungsfeststellung muss auch kompetenzorientiert sein!

Es ist nicht nur festzustellen, was einem Kind noch fehlt, sondern auch, was es schon kann, wo seine besonderen Fähigkeiten liegen! Im Laufe der Grundschulzeit sollte jedes Kind seine besonderen Fähigkeiten erkannt haben. Diese sollen gefördert und weitere Neugier und Interessen geweckt werden.

Ziel: Stichworte: Hobby, Kommunikation mit Gleichgesinnten (Verein) „Ich kann was“, Selbstwertgefühl bewirkt Steigerung der Leistungsbereitschaft in allen Bereichen!
Verantwortung in der Gesellschaft

Die Grundschule Burbach pflegt einige Kontakte zu außerschulischen Bildungsangeboten, um interessierte und begabte Kinder weiterleiten zu können (durch Lehrkräfte kann zeitbedingt nur ein geringer Teil abgedeckt werden):

         -  Chor der Musikschule, gleichzeitig Schulchor (90 von 430 Kindern besuchen den Chor)   ein Teil des Unterrichts der Musikschule findet im Schulgebäude statt.       
         Beteiligung an Konzerten

         - Denksport AG: Schach

         - Heimatverein Mundartlesegruppe (Burbach)

         - Heimatverein Mundarttheatergruppe (Wahlbach)

         - Heimatverein Alte Vogtei

         - Bergbaumuseum Sassenroth

         - DLRG Schwimmlernkurse/Leistungsschwimmen

         - DRK Jugendrotkreuz

         - Bücherei /offizieller Vertrag

         - AWO Kinderbetreuung nachmittags

         - freiwillige AGs z. B. Spuren aus alter Zeit, Wiesenbau vor Zeit,
            Alte  Wege im Gelände

         - Kirchen und Jugendverbände

         - Gemeindejugendpflege

         - Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Zur Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Siegen besteht seit Jahren ein besonders guter Kontakt. Dipl. Psychologe Kleber besucht das Kollegium einmal pro Monat für eine Stunde. Besondere Fälle, positiv wie negativ, werden diskutiert, notwendige Schritte dann eingeleitet. Im Rahmen der Zusammenarbeit wurden 3 Lehrkräfte zu „Beratungslehrer/innen“ ausgebildet.


2. Leistungsfeststellung muss kontinuierlich sein

Die bisherige Praxis: Eingangstest (Schuleingangstest), Tests, Klassenarbeiten, PISA, VERA

ist zur Erstellung eines Förderplanes für Klassen, Gruppen von Klassen oder einzelnen Schülern nur bedingt geeignet, da sie als Überprüfungsinstrumentarien eingesetzt werden, die Momentanleistungen abfragen. In solchen Stresssituationen erhält man in der Regel keinen umfassenden Einblick in die Kinderleistungen, der eine sinnvolle Fördermaßnahme einleiten könnte. Förderung für unsere Schule heißt:

Kontinuierliche Beobachtung der Leistung, das bedeutet, dass Schülerleistungen kontinuierlich dokumentiert werden müssen. Dafür sind kleine Aufgaben zu stellen, die nicht nur reproduktives Wissen sondern Denkfähigkeiten und Kreativität abfragen, bzw. voraussetzen oder fördern.


         Bsp. Mathe             

1. Schreibe auf, wie du 701 – 698 rechnest, schreibe auch noch einen 2. Weg auf!

2. Schreibe 5 Matheaufgaben mit dem Ergebnis 1000 auf!

3. Begründe, warum die Summe zweier gerader Zahlen stets wieder eine gerade Zahl ist!

Hier kann auch das an unserer Schule entwickelte „Forscherbuch“ (Anlage) zum Einsatz kommen.


3. Leistungsfeststellung sollte transparent sein.

Leistungsfeststellung sollte so formuliert werden, dass die Kinder zunehmend in die Lage gesetzt werden, die eigene Lernentwicklung mit zu steuern, d. h. Defizite und Stärken erkennen (mit Hilfe der Lehrkraft) und bewusst zu entscheiden, was sinnvoll zu tun ist. In der Grundschulzeit sind die Eltern in diesen Prozess einzubinden. (Zentrale Elternabende mit der Kreisvolkshochschule)


4. Leistungsfeststellung soll informativ sein. Es geht um mehr als nur um richtige Ergebnisse. Die Kinder sollen zur Artikulation ihrer Denkwege angeregt werden, die Aufgaben sind so zu stellen, dass begründete Rückschlüsse möglich sind. „Protokollführung“ auf verschiedenen Ebenen soll praktiziert werden (Zeichnung, Foto, Verbalisierung, Symbolisierung, Video...)


5. Leistungsfeststellung soll prozessorientiert sein. Es geht um mehr als Kenntnisse und Fakten. Es sollen vermehrt Aufgaben gestellt werden, in denen prozessorientierte Kompetenzen angesprochen werden. Bsp. Mathematik 765 – 342, 766 – 343

         1. Mir fällt auf:

         2. Das ist so, weil...


6. Leistungsfeststellung soll differenziert erfolgen. Aufgrund unterschiedlicher Vorerfahrungen kann nicht von allen Kindern das Gleiche erwartet werden. Es sollte wenigstens eine Differenzierung nach Grundanforderungen und weiterführenden Anforderungen geben. Es ist Aufgabe der Stufenkonferenzen (Fachkonferenzen), Grundanforderungen zu definieren.


7. Leistungsfeststellung soll umfassend sein: Klassenarbeiten und Tests liefern kein authentisches Bild. Ein breites Spektrum soll genutzt werden: „Expertenarbeiten“, „Forscheraufgaben“, Hausaufgaben, freiwillige Erzeugnisse, Präsentationen, Unterricht durch Kinder, ...


8. Leistungsfeststellung soll informativ sein.

Bsp.: In Mathematik geht es um mehr als das richtige Ergebnis. Kinder sollen angeregt werden, Denkwege zu äußern und zu dokumentieren. Die Aufgaben sind so zu stellen, dass begründete Rückschlüsse möglich sind. Diese befähigen die Lehrkraft, gehaltvolle Förderpläne zu erstellen.

Erfolgt Leistungsfeststellung nach diesen Kriterien, dann kann auch Fördern individuell und kompetent durchgeführt werden. Das Dilemma von Schule ist jedoch das Spannungsfeld zwischen Entwicklungsfunktion und Auslesefunktion, verknüpft mit Qualitätsanforderungen und dem Wunsch nach messbaren, immer besser werdenden Ergebnissen. Dieser Aufgabe muss sich Schule künftig stellen, es gilt folgende Sätze zu bedenken:

Tests verbessern nicht die Unterrichtsqualtität.

„Eine Sau wird nicht dadurch fetter, dass man sie öfters wiegt.“

In einer Übergangszeit versucht das Kollegium, diese Erkenntnisse auf Teile der Schülerschaft
zu übertragen, um Fähigkeiten zu entwickeln, das gestellte Ziel zu erreichen.

Literatur: Brügelmann: Sind Noten nötig oder nützlich? Grundschulverb.,

Brügelmann: Schüler verstehen und gestalten, Libelle Verlag

Selter: „ No child left behind” 2006
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An unserer Grundschule Burbach arbeitet eine Diplom Sozialpädagogin / Musiktherapeutin Frau I. Roovers. Aus diesem Grund hat die Schule die Möglichkeit, einzelnen Kindern spezielle Fördermaßnahmen in kleinen Förderkursen bzw. –gruppen anzubieten.
Diese Förderkonzepte sollen hier kurz vorgestellt werden.
Davon ausgehend, dass Wahrnehmung die Grundlage aller geistigen Entwicklung ist, bezieht sich das Förderkonzept der Grundschule Burbach hauptsächlich auf ein differenziertes Wahrnehmungstraining zur gezielten Bewältigung von Lernstörungen.

Um den konkreten Förderbedarf einzelner Schülerinnen und Schüler festzustellen, arbeiten Lehrer(in) und sozialpädagogische Fachkraft in den ersten ca. 3 Unterrichtswochen als Team. In dieser Zeit werden Tests zur Feststellung von Defiziten durchgeführt.

Im weiteren Verlauf  des Schuljahres sollen möglichst 1 bis 2 Stunden im Teamteaching erfolgen. Dadurch lässt sich der Förderbedarf sehr aktuell ermitteln, und Kinder aus Fördergruppen können leichter in den Lernverband eingegliedert werden.


Die im Folgenden aufgeführten Förderbereiche werden im Stundenumfang auf den jeweiligen Bedarf abgestimmt.


1. Arbeit am Körperschema/ Körperwahrnehmung
Vor dem Sinn kommen die Sinne. Legt man diese Aussage für die Arbeit in der neuen Schuleingangsphase zu Grunde, wird deutlich, dass Sinnentnahme nur möglich ist, wenn die Sinne entsprechend entwickelt sind.

Deshalb wird die Ausbildung der Körperwahrnehmung voran gestellt. Sie führt die Kinder zunächst auf sich selbst und ihre körperlichen Handlungsmöglichkeiten zurück.

Kinder mit ausgeprägter Körperwahrnehmung besitzen Selbstwertgefühl und können ausdauernder Aufgaben bearbeiten.


2. Sensorische Integration

Durch die veränderte Umwelt und die damit eingeschränkte Bewegungsfreiheit und durch die Überflutung durch die neuen Medien wird oftmals der natürliche Zugang, die Umwelt handelnd zu entdecken, verhindert. Als Folge dieser mangelnden Raumerfahrung werden eine Vielzahl sensorischer Integrationsauffälligkeiten erkennbar: Konzentrationsstörungen, motorische Unruhe, Aggressivität oder Ängstlichkeit, Tollpatschigkeit, Unzufriedenheit und letztlich Schwierigkeiten im Erlernen der Kulturtechniken.

Spezielle Spiel- und Arbeitsanreize sollen den Kindern ermöglichen, defizitäre Entwicklungen nachzuholen und aufzuarbeiten.

3. Sensormotorische Übungen
Diese beinhalten Übungen zur Förderung von Grob- und Feinmotorik, Rhythmisierung von Schreibvorgängen, Schwingübungen zur Verbesserung des Schriftbildes, spezielle Bewegungsanreize zur Koordinationsfähigkeit und Bewegungsplanung.

Sie dienen zur Verbesserung der Steuerung von Bewegung und Verhalten.


4. Zahlen und Buchstaben
Zahlen und Buchstaben mit allen Sinnen wahrnehmen, begreifen. Es werden Ergänzungsübungen zum Unterricht gemacht. 


5. Musiktherapie
Die Musiktherapie ist für Schülerinnen und Schüler mit unangepassten Verhaltensmustern oder Verhaltensauffälligkeiten. Für Kinder mit traumatischem Erlebnishintergrund wird durch gezielte musiktherapeutische Arbeit eine Bewältigung der jeweiligen Problematik ermöglicht.


6. Beratung von Eltern und Lehrern

Parallel zur speziellen Förderung der Kinder wird für Eltern, Erziehungsberechtigte und Lehrerinnen und Lehrer eine Beratungszeit von zunächst 1 Stunde wöchentlich eingerichtet, die zeitlich flexibel stattfindet und auch als Hausbesuch denkbar ist.



Dipl. Soz. Päd. / Musiktherapeutin

Inge Roovers-Weber
Karolin Grothus
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Durch die rasante technische Entwicklung, die in den letzten Jahren in unserer Gesellschaft stattgefunden hat, sind elektronische Geräte und neue Medien in fast jedem Haushalt vorhanden. Dies führte dazu, dass die technischen Fertigkeiten und Kenntnisse, welche zur Bedienung der Geräte notwendig sind, immer anspruchsvoller werden. Schaut man in die weiterführenden Schulen, Universitäten oder Ausbildungsstätten und Firmen, so gibt es heutzutage immer weniger Jobs, bei denen Grundkenntnisse im Umgang mit dem PC und Textanwendungen wegzudenken sind.

Medienkompetenz ist mehr denn je gefragt, und die Kinder sind von klein auf angehalten, sich mit den „neuen Medien“ vertraut zu machen, um einen sicheren Umgang mit ihnen zu erlangen.

Die Kinder sollen durch den Einsatz der Computer in folgenden Bereichen gefördert werden:
Medienkompetenz, Kreativität, Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit.

Die SchülerInnen sollen erfahren, dass der Computer vielfältige Einsatz- und Gestaltungsmöglichkeiten bietet. Dies ist wichtig, weil viele Kinder den PC im heimischen Umfeld eher als „Spielkonsole“ nutzen.


Daraus ergeben sich folgende Leitziele für unsere Schule:
Die Schüler sollen den einfachen Umgang mit dem PC erlernen, d. h. die wichtigsten Basics des Betriebssystems kennenlernen und den Umgang mit der Maus und Tastatur üben. Sie sollen des weiteren das Grundprinzip des PCs erwerben:  Eingabe à Bearbeiten à Ausgabe.

Die Kinder werden mit dem Office-Standardprogramm Word die Textverarbeitung erlernen. Dies beinhaltet die Eingabe des Textes, die Bearbeitung und die Ausgabe (Drucken).

Die SchülerInnen sollen die Informationsbeschaffung via Internet (z.B. mit der Suchmaschine auf www.blinde-kuh.de) und per Lexikon-CD erlernen (z.B. beim Löwenzahn-Lexikon im Sachunterricht).

Die Kinder sollen mit Hilfe von Lernprogrammen in den einzelnen Fächern
Mathematik, Deutsch (Rechtschreibung und Lesen) und Sachunterricht individuell gefördert
werden.

Der Einsatz von Lernsoftware ist gut geeignet, um gelernte Unterrichtsinhalte zu üben und zu vertiefen. Bei dem Gros der verfügbaren Lernsoftware sind verschiedene Schwierigkeitsstufen vorhanden, so dass die Kinder mit der Lernsoftware nach ihren individuellen Bedürfnissen arbeiten können. Ebenso von Vorteil  ist vor allem die in jedem Lernprogramm gegebene Erfolgskontrolle, die dem Kind sofort nach dem Lösen einer Aufgabe Rückmeldung darüber gibt, ob es richtig oder falsch liegt. Die Lernprogramme sind meist visuell und auditiv unterstützt, und der Schüler erhält fast immer eine mündliche Anweisung, was er tun soll. Kommt das Kind nicht weiter, gibt es zumeist eine einfache Hilfsfunktion, die der Schüler leicht aufrufen kann um weiter zu kommen. Sofern das Kind bei einer Aufgabe nicht richtig liegt, lernt es durch kleinere Hilfen im jeweiligen Lernprogramm seine Fehler selbst zu beseitigen.
Aus diesem Grund unterstützen auch Lernprogramme selbständiges sowie individuelles Lernen.

Die Grundschule Burbach hat ihr Angebot im Bereich neuer Medien in den letzten Jahren stetig erweitert. Es gibt einen Computerraum mit 15 PCs, der mit einem Highspeedinternetzugang ausgestattet ist, mit dem die Kinder erste Erfahrungen im Internet sammeln können. Dazu gehören das Kennen lernen von geeigneten Kinderseiten im Netz (z.B. www.blinde-kuh.de oder www.hamsterkiste.de usw.) und der Umgang mit einer Suchmaschine für Kinder (www.blinde-kuh.de), um erste Erfahrungen in der Internetrecherche zu sammeln. Der PC-Raum hat auch einen Laserdrucker, an dem die Kinder ihre Texte und Bilder ausdrucken können. Jedes Kind erhält, bevor es den PC benutzen darf, eine kurze Einführung über die Hardwarekomponenten des PCs und über die Benutzung der Tastatur und Maus. Um die Desktopoberfläche für die Kinder nicht zu unübersichtlich zu machen und um zu gewährleisten, dass die PCs auch immer betriebsbereit sind, hat sich die Gemeinde Burbach dafür entschieden, mit der Firma AIX-Concept zusammen zu arbeiten und das ganze System über einen Server aufzubauen, von dem die einzelnen PCs (Clients) die Software abrufen. Somit sieht jeder Desktop der 15 Rechner (in Wahlbach 14 PCs) gleich aus, und kein Programm muss von CD oder DVD gestartet werden. Das spart Zeit und Ärger und macht den Computerunterricht für Lehrpersonal und SchülerInnen sehr angenehm.

Die Rechner sind zur Zeit mit diverser Lernsoftware ausgestattet, die teilweise den Mathematik- und Deutschunterricht und deren „Lehrgänge“ und Bücher unterstützen.


Lernsoftware im Fach Deutsch:
1. Klasse:            Tobi (begleitend zur Fibel)

2.-4. Klasse:        Bausteine 2-4 (begleitend zum Sprach- und Schreiblehrgang)

Findefix Rechtschreibung (jahrgangsübergreifend)



Lernsoftware im Fach Mathematik:
1.-4. Klasse:         Fit in Mathe 1-4

1.-4. Klasse:         Blitzrechnen (begleitend zum Mathelehrgang)

  

Lernsoftware im Fach Sachunterricht:
1.-4. Klasse:         Löwenzahn Kinderlexikon
Sachunterrichtsprogramme: Obst& Gemüse, Magnetismus, Elektrizität, Verkehrserziehung, usw.



Fächerübergreifend wird mit folgender Software gearbeitet:
Lernwerkstatt 6.0, 7.0, 8.0